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Freitag 27 Januar 2012 - 10:29 Uhr  |  Aus dem Ressort

Kontroverse zur Dichtheitsprüfungspflicht/ANTENNE DÜSSELDORF

Eine Dichtheitsprüfung kostet 300-500 Euro, treten Schäden auf gehe es schnell in die Tausende. Der Mieterbund ist ebenfalls für eine Prüfung bei Verdacht, damit sind die Verbände auf Linie der Düsseldorfer FDP.

 

 

 

Düsseldorf - Im Streit um den Kanal-Tüv hat sich der Düsseldorfer Hausbesitzerverein "Haus und Grund" zu Wort gemeldet. Er ist gegen eine generelle Pflicht für Hausbesitzer, zu prüfen ob ihre Kanäle dicht sind. Stattdessen solle das nur bei Verdacht untersucht werden. Die Düsseldorfer Grünen könnten sich vorstellen, Einfamilienhäuser von der Pflicht zum Check zu befreien. Norbert Czerwinski betont: schließlich gehe es um unser Grundwasser. Sollte sich diese Regelung durchsetzen, fürchtet der Mieterbund eine Benachteiligung der Mieter, wenn die Kosten des Kanal-TÜVs auf sie umgelegt werden. Eine Dichtheitsprüfung kostet 300-500 Euro, treten Schäden auf gehe es schnell in die Tausende. Der Mieterbund ist ebenfalls für eine Prüfung bei Verdacht, damit sind die Verbände auf Linie der Düsseldorfer FDP.

27.01.2012 - 07:17

 

 

 

 

Dichtheitsprüfung an privaten Abwasserkanälen in Düsseldorf - „Kanal-TÜV“ - nur bei begründetem Verdacht.

 

Die Düsseldorfer FDP-Ratsfraktion fordert:

 

Die FDP-Ratsfraktion spricht sich für eine moderate Lösung bei der umstrittenen Dichtheitsprüfung privater Abwasserleitungen aus. Nach Ansicht der Liberalen in Düsseldorf  wäre eine Verständigung aller Landtagsfraktionen  auf eine Prüfpflicht bei Neubauten und grundlegenden Sanierungen sinnvoll.

 

Darüber hinaus ist eine Dichtheitsprüfung lediglich dann zur Pflicht zu machen, wenn ein begründeter Verdacht auf Verschmutzung von Boden, Wasser und Umwelt besteht.  Die FDP-Ratsfraktion unterstützt damit das Anliegen der FDP-Landtagsfraktion, die sich intensiv für eine bürgerfreundliche und unbürokratische Lösung einsetzt.

 

FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus:  „Wir brauchen für Düsseldorf schnell Klarheit und Planungssicherheit, denn vor allem die Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern müssen sonst mit enormen Kosten rechnen, ohne dass die Umwelt wirklich profitiert. Deshalb hoffen wir, dass die Rot-Grüne Landesregierung einlenkt.

 

Die Gesetzentwürfe von Regierung und FDP und CDU  werden am morgigen Donnerstag im Landtag in erster Lesung beraten. Im Anschluss daran ist eine Fachdiskussion im Umweltausschuss vorgesehen. Der zuständige FDP-Landtagsabgeordnete, Kai Abruszat, rechnet mit einer endgültigen Entscheidung noch im ersten Halbjahr 2012.



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