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Manfred Neuenhaus Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Beschluss des FDP-Präsidiums: Für eine verantwortungsvolle und geordnete Flüchtlingspolitik

1. Isolation Deutschlands in Europa beenden/2. Vorübergehender humanitärer Schutz für Kriegsflüchtlinge/3. Außengrenzen schützen, Registrierungen sicherstellen/4. Europäisches Einwanderungsrecht schaffen/5. Fluchtursachen bekämpfen mehr

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Manfred Neuenhaus Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann



Freitag, 06. November 2015 - 07:28 Uhr  |  Aus dem Ressort Rat

Hauchdünne Mehrheit nach Mammutsitzung/NRZ

Die zu hohen Kosten kritisierte indes Monika Lehmhaus (FDP). „Wir haben im selben Jahr die Tischtennis-WM, die schon Millionen kostet und dann noch die Europameisterschaft im Triathlon. Das alles ist ein ordentlicher Schluck aus der Pulle, dafür ist das Geld einfach nicht da.“   Monika Lehmhaus, FDP: Wir sind die Partei, die wirklich auf's Geld schaut ... Monika Lehmhaus: Es fehlt eine Gesamtstrategie für Sport in Düsseldorf.

 

 

 

Düsseldorf. Die Tour de France soll nach Düsseldorf: Stadtrat entschied sich am Donnerstatgabend knapp für eine Bewerbung. Nach allerdings heftigen Debatten.

 

Oberbürgermeister Thomas Geisel wird heute nach Athen fliegen, wo er am Sonntag mit der Startnummer 10 einen Marathon läuft. Die Marathon-Sitzung im Rathaus hat er indes hinter sich gebracht. Mit Erfolg. Denkbar knapp – quasi mit einer Reifenlänge Vorsprung – hat sich der Rat gestern für eine Bewerbung für die Tour de France 2017 entschieden. Düsseldorf hat nun gute Chancen, in gut anderthalb Jahren den „Grand Depart“ – den Auftakt des weltberühmten Radrennens der Welt – auszutragen. Für den Sportfan Geisel auch ein persönlicher Sieg nach wochenlangen Debatten.

 

Die fanden gestern Abend während der Mammutsitzung im Rathaus ihren Höhepunkt. Nach mehr als sieben Stunden ging der Beschluss nach geheimer Wahl dann durch. Ergebnis: Von 79 abgegebenen Stimmen waren 40 pro Tour – 39 dagegen. Damit setzte sich aller Wahrscheinlichkeit auch die erwartete Mehrheit von SPD, Grüne, Freie Wähler/Tierschutzpartei, AfD und Republikaner gegen CDU, FDP und Linke durch. Zu diesem Zeitpunkt hatten allerdings die meisten interessierten Zuschauer – darunter auch syrische Flüchtlinge – die Plenarsaal-Tribüne längst verlassen. Wohl entnervt vom politischen Gezänk.

„Genau die Strahlkraft“

 

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche warb zuvor noch einmal für das Rad-Spektakel. Nach Olympia und der Fußball-WM sei die Tour die bedeutendste Sportveranstaltung der Welt, die „genau die Strahlkraft hätte, die bisher viele andere Veranstaltungen in Düsseldorf nicht hatten“. Verkehrsdezernent Stephan Keller sprach von einem „Meilenstein“ für Düsseldorf und vom „positiven Effekt für den Alltagsradverkehr“.

 

Die zu hohen Kosten kritisierte indes Monika Lehmhaus (FDP). „Wir haben im selben Jahr die Tischtennis-WM, die schon Millionen kostet und dann noch die Europameisterschaft im Triathlon. Das alles ist ein ordentlicher Schluck aus der Pulle, dafür ist das Geld einfach nicht da.“

 

Man wolle „keinen Blanko-Scheck unterschreiben“, ergänzte CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt. Man könne diese Diskussion nicht „losgelöst von der kritischen Haushaltslage“ führen.

 

Stephan Wappner



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