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Manfred Neuenhaus Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Beschluss des FDP-Präsidiums: Für eine verantwortungsvolle und geordnete Flüchtlingspolitik

1. Isolation Deutschlands in Europa beenden/2. Vorübergehender humanitärer Schutz für Kriegsflüchtlinge/3. Außengrenzen schützen, Registrierungen sicherstellen/4. Europäisches Einwanderungsrecht schaffen/5. Fluchtursachen bekämpfen mehr

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Manfred Neuenhaus Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann



Mittwoch, 28. April 2010 - 09:44 Uhr  |  Aus dem Ressort Bezirksvertretungen

Streit um Kaiserswerther Markt

Und: In die Überlegungen einbezogen werden soll das Modell "Shared Space" (Raum für alles). Das wiederum rief übrigens die FDP auf den Plan: "In Angermund war das vergangenes Jahr noch nicht möglich", so Vertreter Matthias Röhl. "Umso schöner, wenn es hier möglich sein wird." RP

 

 

Bürger sollen mitentscheiden

Streit um Kaiserswerther Markt

VON JAN SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 28.04.2010 - 07:48

 

Düsseldorf (RP) Eine Neugestaltung des Bereichs ist parteiübergreifend gewollt. Die Diskussion zur konkreten Umsetzung in der Bezirksvertretung verlief sich jedoch in parteipolitischem Hickhack. Nun sollen die Bürger zu Wort kommen.

 

Der Kaiserswerther Markt soll umgestaltet werden – darin sind sich die Bezirksvertreter im Düsseldorfer Norden einig. Durch die Aufwertung des Klemensviertels laufe der zwischen Bahnlinie und Rhein gelegene Teil des Ortes schließlich Gefahr, künftig "in den Schatten gestellt zu werden", wie es Dieter Kunze (SPD) ausdrückt.

 

Wie diese Neugestaltung jedoch aussehen soll, daran scheiden sich die Geister – die gestrige Sitzung der Bezirksvertretung 5 jedenfalls verlief sich in parteipolitischem Klein-Klein darüber, ob nun zunächst die Verwaltung "alternative Vorschläge für eine Neugestaltung" unterbreiten solle, um anschließend die Bürger in die Entscheidungsfindung einzubeziehen (Antrag der SPD), oder ob sie "ein Verfahren mit dem Ziel einer Neugestaltung unter Beteiligung der Bürgerschaft" einleiten solle (Antrag der CDU). Ersterer wurde abgelehnt, der der CDU hingegen angenommen.

 

"Abholzen stand nie im Raum"

 

Im Vorfeld der Sitzung hatte ein Appell eines neu gegründeten "Initiativkreises Kaiserswerth" für Aufregung gesorgt. Darin hatten sich zahlreiche Bürger, Gastronomen und Einzelhändler, unter ihnen Sternekoch Jean-Claude Bourgueil vom "Schiffchen" und Fotokünstlerin Hilla Becher, im Allgemeinen gegen eine "unnötige Modernisierung" des Marktes und im Speziellen gegen eine "vorsätzliche Beschädigung und Beseitigung der über 100-jährigen Kastanienallee" ausgesprochen. In der Sitzung am Dienstag jedoch wurden diese Bedenken als "Geisterkampf" gebrandmarkt (Kunze): "Ein Abholzen von Bäumen ist Quatsch, das steht überhaupt nicht im Raum."

 

Worin sich die Anträge hingegen tatsächlich unterschieden: Die CDU bestand darauf, dass "alle Verkehrsteilnehmer uneingeschränkten Zugang bzw. Zufahrt zum gesamten Ortskern behalten" müssten, die SPD legte Wert auf Verkehrsberuhigung, Barrierefreiheit und "allgemeine Fußläufigkeit".

 

"Der Platz soll weitgehend den Bürgern zurückgegeben werden, was derzeit nicht der Fall ist", begründete Antragsteller Kunze die SPD-Version; Fraktionssprecher Dieter Horne bemängelte, dass die Gegenseite "Unterschiede in den Anträgen fast schon konstruiere".

 

CDU-Fraktionschef Guido Krüger wiederum sah keine Grundlage für eine Einigung, "schon gar nicht für ein interfraktionelles Vorgehen". Am Ende war nicht nur bei den Grünen die Verwirrung groß, wer nun konkret was forderte – deren Vertreterin Renate Wildanger jedenfalls stimmte gleich für beide Anträge.

 

Was unter dem Strich stand: Gemeinsam mit der Bürgerschaft sollen nun Konzepte der Neugestaltung des Marktes gegebenenfalls unter Einbeziehung der Promenade entwickelt werden – "ergebnisoffen", so Krüger.

 

Und: In die Überlegungen einbezogen werden soll das Modell "Shared Space" (Raum für alles). Das wiederum rief übrigens die FDP auf den Plan: "In Angermund war das vergangenes Jahr noch nicht möglich", so Vertreter Matthias Röhl. "Umso schöner, wenn es hier möglich sein wird."



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