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Manfred Neuenhaus Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Beschluss des FDP-Präsidiums: Für eine verantwortungsvolle und geordnete Flüchtlingspolitik

1. Isolation Deutschlands in Europa beenden/2. Vorübergehender humanitärer Schutz für Kriegsflüchtlinge/3. Außengrenzen schützen, Registrierungen sicherstellen/4. Europäisches Einwanderungsrecht schaffen/5. Fluchtursachen bekämpfen mehr

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Manfred Neuenhaus Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann



Montag, 14. Dezember 2015 - 19:17 Uhr  |  Aus dem Ressort Rat

Düsseldorf Schauspielhaus–Intendant weg, bevor er überhaupt da ist? EXPRESS

Neuenhaus, der auch stellvertretender Vorsitzender im Kulturausschuss ist: „Beelitz führt das Haus exzellent. Es ist so gut besucht wie seit zehn Jahren nicht mehr und wir leben durchaus gut mit ihm.“ Vielleicht ja auch länger, weil Schulz nicht auf die Baustelle will und schon vor Beginn seiner Intendanz anstrengend wird. Neuenhaus: „Schulz muss jetzt Farbe bekennen.“

 

 


„Das wäre ein Drama, dann kann ich nicht anfangen“, sagte der designierte neue Schauspielhaus- Intendant Wilfried Schulz (63) im November 2014, als er im Düsseldorfer Rathaus vorgestellt wurde. Es ging um die Baustelle für das Projekt Kö-Bogen II vorm Haus und um die nötige Sanierung des Schauspielhauses.

 

Schulz nervt Stadtspitze

 

Jetzt ist die Situation da. Der Bau des Kö-Bogens II beginnt, so wurde diese Woche bekannt, wohl erst im April nächsten Jahres und wird bis 2018 dauern. Und im Schauspielhaus ist auch noch nichts fertig. Folge: Schulz, noch Intendant in Dresden,  nervt nach unseren Informationen die Stadtspitze mit regelmäßigen Briefen, stellt Forderungen, die auch mit Geld verbunden sind. So etwa die Idee, als mögliche Ausweichfläche auch im Parkhaus Theater zu spielen. Das hätte zwei Millionen gekostet, wird nicht realisiert. Schulz ist frustriert.

 

Kommt der designierte Intendant, der rund 200.000 Euro verdienen soll, also  am Ende nicht? FDP-Kulturexperte Manfred Neuenhaus zu uns: „Ich kann Schulz verstehen. Ihm ist zugesagt worden, dass er in einem renovierten Schauspielhaus spielen kann. Ich bitte ihn aber auch um Verständnis. Wir sind im Moment eben an einer ganz wichtigen Stelle der Stadtentwicklung. Vielleicht waren die Versprechen damals auch etwas voreilig.“

 

Kosten inzwischen bei 24 Millionen Euro

 

Die Personalie Schulz war die erste wichtige in der Ägide von  Oberbürgermeister Thomas Geisel. Dessen Vorgänger Dirk Elbers hatte aber bereits die Weichen für die Verpflichtung des mehrfach preisgekrönten Regisseurs gestellt. Auch NRW-Kulturministerin Ute Schäfer war bei der Vorstellung. Schäfer ist inzwischen abgelöst.

 

16 Millionen waren für die Renovierung und für den Bezug der Ausweichflächen veranschlagt. Inzwischen sollen die Kosten bei rund 24 Mio liegen. Provisorisch hat der frühere Intendant Günther Beelitz (77) die Leitung des Hauses übernommen. Er feiert Erfolge. In den ersten zwei Monaten der Spielzeit stieg die Zahl der Zuschauer um 25 Prozent! Beelitz glänzt wie Mönchengladbachs Trainer André Schubert. Fehlt  nur der grüne Pullover.


Neuenhaus, der auch stellvertretender Vorsitzender im Kulturausschuss ist:  „Beelitz führt das Haus exzellent. Es ist so gut besucht wie seit zehn Jahren nicht mehr und wir leben durchaus gut mit ihm.“ Vielleicht ja auch länger, weil Schulz nicht auf die Baustelle will und schon vor Beginn seiner Intendanz anstrengend wird. Neuenhaus: „Schulz muss jetzt Farbe bekennen.“



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